Mobiles Museum trifft in Nunkirchen auf interessierte Senioren

 

Bereits zum dritten Mal war das Stadtmuseum Wadern zu Gast im Alten- und Pflegeheim St. Sebastian in Nunkirchen. Bei der digitalen Museumsführung zum Thema „Mit Gott, für Kaiser und Reich! Spuren des Ersten Weltkriegs in Wadern und der Region“ am 21. Juli 2017 lauschten 35 Bewohnerinnen und Bewohner den Ausführungen von Museumleiterin Christina Pluschke. Der Vortrag wurde zusätzlich belebt durch die mitgebrachten Originalobjekte, die einen direkt (be)greifbaren Einblick in die wechselvolle Zeit vor rund 100 Jahren bildeten.

„Es ist uns wichtig, unseren Bewohnerinnen und Bewohnern über das ganze Jahr verteilt ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm zu bieten, das für jeden Geschmack etwas bereithält. Daher freuen wir uns über die Möglichkeit, in unseren eigenen Räumlichkeiten digitale Museumsführungen zu unterschiedlichen Themen anbieten zu können, an der alle Interessierten unkompliziert teilnehmen können“, erzählt Gaby Britz vom begleitenden Dienst des Hauses.

Der Erste Weltkrieg war kein Kampf zwischen Armeen, sondern zwischen Nationen in ihrer Gesamtheit und führte dazu, dass die Menschen an der „Heimatfront“ ebenso zu größtmöglichem Einsatz aufgerufen waren, wie die Soldaten an der Front. So bot Frau Pluschke in ihrem Vortrag einen Überblick über Entstehungsbedingungen, Verlauf, aber auch Folgen des Ersten Weltkriegs auf lokaler und regionaler Ebene.

Dabei richtete sich der Fokus nicht nur auf die Soldaten, sondern ebenso darauf, wie die Menschen in der Heimat mit Lebensgefahr, Not, Trennung und Verlust im Angesicht des Krieges umgingen und wie sie ihn erinnerten. Die Militarisierung der Gesellschaft und Mobilisierung von Kindern und Jugendlichen, die Ernährungssituation, die Kommunikation der Soldaten mit ihren Angehörigen durch Feldpost sowie die einschneidenden Folgen des Ersten Weltkriegs für die Region waren weitere Themen der digitalen Führung. Besonders gut kam auch das Eingehen auf einige  Einzelschicksale von Menschen aus dem heutigen Stadtgebiet Wadern an, die den ungeheuren, aber in der Masse anonymen Opferzahlen des Ersten Weltkriegs ein viel persönlicheres Gesicht gaben.

„Ich freue mich sehr über den Erfolg dieser seit mittlerweile drei Jahren bestehenden Veranstaltungsreihe und die gute Zusammenarbeit hier im Alten- und Pflegeheim St. Sebastian in Nunkirchen. Gerade der im Anschluss stattfindende Austausch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zeigt, dass die Führungen sehr gut ankommen.

Dass sich das Stadtmuseum Wadern im historischen Oettinger Schlösschen befindet, gibt ihm eine ganz besondere Atmosphäre, hat aber den Nachteil, dass die Ausstellungen nicht barrierefrei zu besichtigen sind. Daher bringe ich sehr gerne verschiedene Ausstellungsthemen zu Gruppen, für die ein Besuch im Museum ansonsten nicht ohne weiteres möglich wäre“, betont Museumsleiterin Christina Pluschke.

Das Stadtmuseum Wadern bietet mobile Veranstaltungen vor Ort zu unterschiedlichen Themen für Gruppen verschiedener Altersstufen, von der KiTa-Gruppe über Schulklassen und Erwachsenen- bis hin zu Seniorengruppen, an.

 

 

Weitere Informationen:
Tel.: 06871 507 -183 oder -106
www.stadtmuseum-wadern.de
stadtmuseum@wadern.de